Otto Engert

Otto Engert wurde am 24. Juli 1895 in Prößdorf bei Altenburg geboren. Er wächst in einer Bauernfamilie auf und erlernt den Beruf eines Zimmermanns. Im Jahr 1920 tritt er der Kommunistischen Partei Deutschlands – KPD bei und vertritt sie von 1924 bis 1928 im Thüringer Landtag. In dieser Zeit ist er auch Redakteur der „Sächsischen Arbeiter-Zeitung“. 1928 wird er aus der KPD ausgeschlossen. Nach 1933 lebt Engert in Leipzig in der Illegalität, wird aber im Frühsommer verhaftet und acht Monate in Konzentrationslagern festgehalten. Anfang 1934 nimmt er wieder Verbindung zur KPD auf und arbeitet später mit Georg Schumann und Kurt Kresse zusammen. Seit 1941 wird die Gruppe aktiver und kommt in Verbindung mit dem Widerstandskreis um Theodor Neubauer und Magnus Poser. Ende 1943 verstärken sich die Bemühungen kommunistischer Widerstandsgruppen, Unterstützung auch von nichtkommunistischer Seite zu bekommen. Deshalb betonen sie die Notwendigkeit, aus nationalen Gründen den Krieg zu beenden. Die von Georg Schumann und Otto Engert verfassten „Leitsätze“ sollen die „Plattform“ eines Kampfes gegen den Nationalsozialismus sein, der die überkommenen Grenzen zwischen politischen Gruppen und sozialen Schichten überwindet. Die „Plattform“ ist zunächst nicht dazu bestimmt als Flugblatt veröffentlicht zu werden, sondern dient innerhalb des Widerstandskreises um Schumann der Klärung eigener politischer Grundpositionen. Im Winter 1944 verfassen Schumann und Engert Flugblätter, mit denen sie zum „Widerstand gegen Krieg und Naziherrschaft“ auffordern. Darin knüpfen sie deutlich an die Hauptziele der „Plattform“ an und fordern eine überparteiliche Widerstandsbewegung.

Otto Engert (49 Jahre) wird im Juli 1944 festgenommen, am 12. November 1944 zum Tode verurteilt und am 11. Januar 1945 in Dresden ermordet.