Georg Schumann

Georg Schumann wurde am 28.11.1886 in Leipzig geboren. Der gelernte Werkzeugmacher trat 1905 der SPD bei. Er leitete bis 1912 den Landesverband der thüringischen Arbeiterjugend. Im Jahr 1914 kam er zur Leipziger Volkszeitung und wurde deren Lokalredakteur. Nach dem Krieg gehörte er zu den Gründern der KPD in Leipzig. Für diese war er von 1921 bis 1924 preußischer Landtagsabgeordneter, in den Jahren 1930 bis 1933 schließlich Reichstagsabgeordneter. Georg Schumann engagierte sich dabei besonders in der kommunistischen Erwerbslosenbewegung.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten musste er in die Illegalität und ging nach Breslau. Hier verurteilten ihn die Nazis zu drei Jahren Zuchthaus. Anschließend wurde er bis zum Frühjahr 1939 im KZ Sachsenhausen gefangen gehalten.

Gemeinsam mit Otto Engert und Kurt Kresse organisierte Georg Schumann ab 1941 eine Widerstandsgruppe. Ihr überlieferter Name „Schumann-Engert-Kresse-Gruppe“ stammt von den NS-Behörden. Sie selbst verstanden sich als das „Nationalkomitee Freies Deutschland Leipzig“. Schumann galt als der führende Kopf der illegalen KPD in Sachsen. Im Sommer 1944 wurde die Gruppe verhaftet und am 23.11.1944 zum Tode verurteilt.

Georg Schumann (58 Jahre) wurde am 11.01.1945 in Dresden hingerichtet.

 

Recherche: AG „Soziale Politik“