Clara Caroline Schachne

Clara Caroline Schachne wurde am 9. Juni 1858 in Meseritz (Prov. Posen) als Tochter eines Wollhändlers geboren. 1881 zog sie mit ihren Eltern von Cottbus nach Leipzig.

Sie schrieb mit 18 Jahren ihre erste Erzählung »Um der Ehre Willen« und war literarisch und journalistisch tätig. Als Autorin veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Clara Schott. Für zahlreiche deutsche und ausländische Zeitungen und Zeitschriften schrieb sie Aufsätze, Novellen, Skizzen und Modeberichte. Clara Schott veröffentlichte ebenso jüdisch-deutsche Erzählungen, hatte aber vor allem als Märchen-, Kinder- und Jugendschriftstellerin Erfolg. Aufsehen erregte sie am Ende des 19. Jahrhunderts mit der provokanten Schrift »Zur Männerfrage«.

Nach 1933 verschwanden ihre bis dahin immer wieder neu verlegten Bücher aus den Buchläden. Clara Schachne, die nie geheiratet hatte, lebte zuletzt im Israelitischen Altersheim – Ariowitsch-Stiftung in der Auenstraße 14 [heute Hinrichsenstraße]. Sie wurde am 19. September 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie (84 Jahre) nach zwei Wochen Ghettoaufenthalt am 4. Oktober 1942 starb.

Quelle: Spuren jüdischen Lebens in Leipzig. hrsg. vom Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig