Richard Otto Keil

Otto Keil wurde am 24. September 1905 in Leipzig-Plagwitz geboren. Er war mit Hedwig Keil verheiratet.

Am 20. Mai 1936 wurde er wegen seiner Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas, verbunden mit einer ablehnenden Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus, festgenommen und im Untersuchungsgefängnis Halle/Saale inhaftiert. Das Sondergericht Freiberg/Saale verurteilte ihn am 19. Juni 1937 wegen der Betätigung als Zeuge Jehovas zu 4 Jahren Gefängnis. Die Haft saß er in Bautzen und Heeselicht (Burg Stolpen) ab.

Im Juli 1940 wurde er aus dem Gefängnis entlassen.

Vermutlich führte die Weigerung, Kriegsdienst abzuleisten, am 19. Dezember 1940 die erneute Verhaftung in Leipzig herbei. Im Februar 1941 brachte man ihn nach Berlin-Moabit. Schon kurze Zeit später, am 18. April 1941, wurde Otto Keil vom 2. Senat des Reichskriegsgerichts wegen „Zersetzung der Wehrkraft“, d.h. Verweigerung des Wehrdienstes, zum Tode verurteilt.

In Brandenburg-Görden wurde Otto Keil im Alter von 35 Jahren am 24.5.1941 enthauptet.