Neue STOLPERSTEINE in Leipzig am 23. November 2018

Bisher liegen 480 STOLPERSTEINE an 176 Orten in Leipzig. Jetzt werden 31 weitere Steine für Opfer der NS-Diktatur folgen. Vor den ehemaligen Wohnorten verfolgter und ermordeter Menschen verlegt der Kölner Bildhauer Gunter Demnig diese Erinnerungsmale ebenerdig in den Gehweg.

09:00 Uhr Karl-Heine-Str. 43
An dieser Stelle befand sich das Kaufhaus „M. Joske & Co“. Das jüdische Familienunter-nehmen wurde nach 1933 in den Ruin getrieben und Mitglieder der Familie ermordet.

09:45 Uhr Jahnallee 5
Luise Stern konnte ihre vier Kinder außer Landes bringen. Von da aus gelang es den Kindern jedoch nicht mehr, ihre Mutter zu retten.

10.30 Uhr Nikolaistr. 31
Auch die Eheleute Stimmler konnten ihre Kinder retten. Sie selbst wurden in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Auschwitz ermordet.

11:00 Uhr An der Verfassungslinde 2
Der Künstler Rudi Zerbst wurde von den Nazis als „asozial“ diffamiert und verhaftet. Die Konzentrationslager Sachsenhausen, Dachau und Buchenwald überlebte er nicht.

11:30 Uhr Körnerstr. 26
Im Beisein des Ensembles amarcord wird an die jüdische Sängerin Berta Kruszynski und ihre beiden Schwestern erinnert.

13:30 Uhr (Höhe) Eisenbahnstr. 47 - Parkplatz gegenüber (ehem. Melchiorstr.)
Samuel Hundert, seine Schwester Mania und ihr Mann Josef Weißblüth wurden auf Grund ihrer politischen Einstellungen und jüdischen Abstammung verfolgt und ermordet.

14:00 Uhr Zweinaundorfer Str. 18
Marie Schleifstein und ihre beiden Söhne wurden als Kommunisten und Juden verfolgt. Nur Sohn Josef konnte 1939 noch rechtzeitig nach England fliehen.

14.30 Uhr Kurt-Günther-Str. 12
Durch sein Eintreten für Demokratie kam Kurt Günther (SPD) in Buchenwald ums Leben. Zuvor nahm sich bereits seine Frau nach Jahren der Demütigung das Leben.

15.00 Uhr Funkenburgstr. 27
Leo Singer konnte zwar noch nach Belgien und Frankreich fliehen, wurde jedoch von dort aus nach Auschwitz deportiert. Er starb kurz nach der Befreiung des Lagers.

15.30 Uhr Humboldtstr. / Ecke Nordstr.
Familie Bäuml wurde in den deutschen Vernichtungslagern ermordet. Einzig Tochter Rosa und Enkel Joachim konnten durch Hilfe gerettet werden.

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