Stolpern über die Erinnerung

Seit April 2006 erinnern in Leipzig so genannte „Stolpersteine“ an verschiedenen Orten an ehemalige Bewohner der Stadt, die vom Nazi-Regime verfolgt und deportiert und die schließlich zu Tode gekommen waren. Über die einzelnen Biographien und Schicksale dieser Leipziger Bürger, können Sie sich hier informieren.

Die Steine verlegt der Kölner Bildhauer Gunter Demnig, der ähnliche Projekte bereits in mehr als 50 anderen Städten betreut. Er fertigte dazu Betonsteine mit verankerter Messingplatte in einer Größe von 10x10x10 Zentimetern und lässt diese in die Gehwege vor den ehemaligen Wohnhäusern der Deportierten ein.

Seit 2006 kommenn stetig weitere Stolpersteine hinzu und sollen die Erinnerung an NS-Verfolgte wieder ins Gedächtnis rufen und wach halten. Koordiniert wird das Projekt von einer Arbeitsgruppe aus Leipziger Vereinen, Jugendverbänden und Museen. Der Leipziger Stadtrat unterstützt das Vorhaben.

Mit neun Steinen wurde begonnen, seither sind zahlreiche hinzugekommen. Dies zu ermöglichen, ist dank der Hilfe vieler Menschen möglich: Jeder Stolperstein braucht einen Paten. Privatpersonen oder Vereine, Stiftung, Parteien etc. können das für die Herstellung und Verlegung nötige Geld (120 € pro Stein) spenden. In die Messingtafel des Steins werden dann die Worte „Hier wohnte“ und darunter Name, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person eingestanzt. Solcherart unauslöschlich gemacht, erinnert die Schrift dauerhaft an Verfolgte des Nazi-Regimes, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung oder politischen Gesinnung ihr Leben verloren. Diese Seite informiert Sie über das Schicksal dieser Leipzigerinnen und Leipziger.

Die letzte Stolpersteinverlegung fand am 7. Mai 2016 statt. Weitere Informationen finden Sie hier.